Die Osteoporose - Knochenschwund - betrifft das gesamte Skelett, besonders aber die Wirbelsäule.

Osteoporose

Im Begriff „Osteoporose“ klingt schon an, worum es sich bei dieser häufigen Skelett-Erkrankung handelt: poröse Knochen. Mit fortschreitendem Alter werden die Knochen zunehmend brüchig. Die Hauptrisikogruppe stellen Frauen nach den Wechseljahren dar. Der sogenannte Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett, besonders aber die Wirbelsäule: So kommt es schon bei geringen Belastungen oder harmlosen Stürzen zu spontanen Brüchen eines Wirbelkörpers.

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Diagnose

Bei einer Osteoporose ist das Gleichgewicht von Knochenaufbau und -abbau im Körper gestört. Das heißt, abgebauter Knochen wird – anders als bei gesunden Menschen – nicht ausreichend ersetzt.

Diese Veränderung ist messbar. Von der WHO empfohlenes Messinstrument ist heute die Knochendichtebestimmung, in der Fachsprache Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DEXA) genannt. Ab dem 50. Lebensjahr ist diese Untersuchung bei gefährdeten Frauen sinnvoll. Kontrollen sind alle 2 Jahre ratsam.

Risikofaktoren & Prävention

Ein gewisser Knochenschwund ist mit zunehmendem Alter normal – und jeder sollte entsprechend leben, um ihm möglichst vorzubeugen. Erhöht ist das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, bei familiärer Vorbelastung, bei bestimmten Störungen des Hormonstoffwechsels sowie bei Untergewicht und Mangelernährung. Auch die langfristige Einnahme von Cortisonpräparaten stellt einen Risikofaktor dar.

Eine frühzeitige Prävention ist  besonders wichtig: Osteoporose-Vorbeugung besteht aus einer gesunden, kalziumreichen Ernährung gepaart mit ausreichender Bewegung an frischer Luft! Denn nur mithilfe des Sonnenlichts kann unser Körper das für den Knochenstoffwechsel entscheidende Vitamin D bilden.

Auf dem Speiseplan sollten Milchprodukte wie Milch, Hartkäse, Sauermilch und Joghurt stehen. Kritisch zu bewerten sind phosphathaltige Nahrungsmittel wie etwa Fleisch, Schokolade, Wurst und fetter Käse. Achten Sie beim Gemüse auf Kalzium-Spender wie Broccoli oder Grünkohl. Ernährungsexperten empfehlen dazu säurehaltige Getränke wie etwa Fruchtsaft, die die Kalzium-Aufnahme unterstützen. Hilfreich können in Absprache mit Ihrem Arzt auch Nahrungsergänzungsmittel wie Calcium-Tabletten sein.

Verzichten Sie auf Wein, Bier und Nikotin!

Therapie

Ist die Ursache der Osteoporose geklärt, wird die Therapie eingeleitet. Als Basis sollten Osteoporose-Patienten ihre Ernährungs- und allgemeine Lebensweise umstellen. Eine kalziumreiche Ernährung sowie körperliche Aktivität sind unerlässlich.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Medikamente, die den Knochenaufbau unterstützen. Welche medikamentöse Therapie für Sie geeignet ist, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen.

Sind bereits Wirbelkörper gebrochen, muss rasch geklärt werden, ob eine Operation nötig ist. Auch zahlreiche schmerztherapeutische Verfahren, wie etwa die Kyphoplastie oder Vertebroplastie, können in einer solchen Situation sehr hilfreich sein.