Spondylolisthesis - Wirbelgleiten (Spondylolisthese)

Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

Die Wirbelkörper greifen ineinander wie Glieder einer Kette. Gelenke und Bandscheiben verbinden sie miteinander. Bei einer krankhaften Störung dieses Gefüges können sich die Wirbelkörper gegeneinander verschieben, was dann als Wirbelgleiten oder in der Fachsprache als Spondylolisthese bezeichnet wird.

Beim Wirbelgleiten verliert die Wirbelsäule an Stabilität, was zu starken Rückenschmerzen führt. Gleichzeitig werden die Nervenwurzeln durch verschobene Wirbelkörper im Kanal gequetscht, woraus Bein- oder Armschmerzen resultieren.

Die Ursachen des Wirbelgleitens sind vielfältig und lassen sich nur durch eine Röntgenfunktionsaufnahme differenzieren. Bei jüngeren Menschen kann ein überlastungsbedingter Bruch des Wirbelbogens oder seltener eine angeborene Bogenschlussanomalie zugrunde liegen. Dies wird als echtes Wirbelgleiten bezeichnet.

Ab dem 40. Lebensjahr bildet sich möglicherweise eine sogenannte Pseudospondylolisthese aus. Die Gelenke mit den beteiligten Bandstrukturen sind aufgelockert, die Bandscheibe ist abgenutzt und dünn. Das instabile Segment gleitet ab. Diese Veränderung wird in vier Schweregrade eingeteilt.

Um ein weiteres Abrutschen zu verhindern bzw. die harmonische Aufreihung der Wirbelsäule wieder herzustellen, ist meist eine stabilisierende Operation erforderlich, bei der Titan-Implantate eingesetzt werden.


Wie kann Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) behandelt werden?

Erfahren Sie hier mehr über die Spondylodese.